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Rezension:
Im Feuer der Sterne Autorin Elke Meyer
Gleich zu Beginn spürt man die Begeisterung der kindlichen Katharina für Kultur und Mythen der Mayas. Längst hat diese sich vom Vater, einem angesehenen Historiker und Archäologen, auf die Tochter übertragen. Während seiner Forschungsarbeit in einem mexikanischen Ausgrabungscamp entwickelt der geliebte Vater eine unglaubliche Theorie, für die er wenig später vor seiner Familie von führenden Wissenschaftlern verspottet und beschimpft wird. Bis zu seinem Tod gelingt es ihm nicht, seine Theorie zu beweisen. Schnell befindet sich der Leser inmitten des Geschehens, denn all das wird kurzatmig und doch emotional nachvollziehbar auf wenigen Anfangsseiten nahegebracht. Die eigentliche Geschichte spielt, als Katharina herangewachsen ist. Sie setzt die Arbeit ihres Vaters in Mexiko fort, von dem Wunsch getragen, den Ruf des Vaters wieder herzustellen. Hier wird sie von Dr. Angelo Benetti umworben. Doch Katharina verspürt lediglich freundschaftliche Zuneigung. Dennoch kommt es zu einer körperlichen Annäherung zwischen den beiden, aber keinesfalls aus Liebe, wie Angelo glaubt. Hier beginnt eine Liebesgeschichte, die knistert wie das Feuer, aus dem ein mysteriöser Fremder hervorgeht. Neugier und Verzückung werden von Verlustängsten überschattet. Auch die Berichte des Fremden über Jahrtausende zurückliegende Ereignisse, die die These ihres Vaters beweisen würden, fesseln Katharina. Elke Meyer schildert hier keine einfach gestrickte Liebesgeschichte mit Happy End, sondern eine Berg- und Talfahrt der Gefühle, eingebunden in eine phantasiereiche Rahmenhandlung. Auch an spannenden Aspekten fehlt es nicht, so dass das Buch leicht in einem Rutsch durchgelesen ist.
Interview:
Durch das Buch neugierig geworden, fragte ich bei der Autorin Elke Meyer nach:
1. Mit „Im Feuer der Sterne" hast du bereits dein drittes Buch veröffentlicht. Woher kam die Idee zum Roman?
Seit meiner Kindheit faszinieren mich alte Hochkulturen, wie die Ägypter oder die Mayas und deren Geheimnisse. So habe ich mich über sämtliche Theorien zu ungeklärten historischen Begebenheiten informiert. Es befanden sich auch Theorien darunter, die keine Akzeptanz in der wissenschaftlichen Welt finden und dennoch nicht mit einem Handstreich abzutun sind. Gerade das war es, was mich zur Thematik meines Romans inspirierte. Doch was ist ein Buch, das nüchtern historische Theorien hinterfragt? Ein Sachbuch. Da ich aber Frauenromane schreibe, integrierte ich eine Liebesgeschichte.
2. Wie lange hast du an diesem Roman, von der Idee bis zum fertigen Manuskript, gearbeitet?
Die Idee entsteht bei mir oft in einem einzigen Moment. Bis zur Verwirklichung des Manuskripts ein halbes Jahr und bis zur Veröffentlichung noch mal die gleiche Zeit.
3. Wie bist du zum Sieben-Verlag gekommen?
Durch die Vermittlung meines Agenten Herrn Lars Schultze-Kossack, dem ich an dieser Stelle dafür danken möchte.
4. An welchen Projekten arbeitest du momentan? Ist vielleicht schon ein neues Buch in Planung?
Zurzeit erstelle ich Konzepte für einen Darkfantasy und einen historischen Roman.
5. Kann man dich auch bei Lesungen erleben?
Ja, im Herbst werde ich vor allem in verschiedenen Orten Niedersachsens lesen. Ich freue mich schon darauf, denn es gibt nichts Schöneres als die enge Beziehung zum Leser.
6. Was liegt dir literarisch am Herzen?
Ich würde mir wünschen, dass mehr deutschsprachige AutorInnen den Literaturmarkt beherrschen. Dafür möchte ich mich einsetzen.
7. Gibt es eine Homepage, auf der deine Leser mehr über dich und deine Arbeit erfahren können?
Auf meiner Autoren-Homepage www.autorin-meyer.de versuche ich immer aktuelle Lesungstermine und News zu pflegen, Infos über meine Bücher und so.
Aber es existiert noch ein Blog www.andromache.twoday.net, der mir sehr am Herzen liegt, und dessen Hauptziel es ist, eine Plattform für deutschsprachige AutorInnen zu bieten, gleichgültig ob Belletristik oder Sachbuch. Zukünftig wird es zum Blog auch eine Homepage geben www.ladys-lit.de, die sich allerdings noch im Aufbau befindet.
Herzlichen Dank für das Interview.
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